Liebeskummer in einer Beziehung fühlt sich oft besonders widersprüchlich an – man liebt doch, ist gebunden, lebt gemeinsam… und trotzdem schmerzt es. Liebeskummer trifft uns eben nicht nur nach einer Trennung – er kann uns auch mitten in einer eigentlich stabilen Beziehung völlig aus der Bahn werfen. Besonders heftig wird es, wenn wir selbst überrascht sind und denken: „Warum fühle ich das, obwohl ich doch in einer glücklichen Beziehung bin?“ Solche inneren Beziehungskrisen können existenziell wirken und das Gefühl geben, man sei emotional völlig unfähig, klar zu denken oder sich selbst zu helfen.
Oft geraten dabei nicht nur Gefühle, sondern auch Routinen und soziale Verbindungen ins Wanken – man zieht sich zurück, vernachlässigt den Freundeskreis oder stellt infrage, ob eine neue Beziehung überhaupt möglich ist. Gerade dann ist es wichtig, den Mut zu haben, sich Unterstützung zu holen – etwa durch eine professionelle Beratung bei einem Paarberater oder Paartherapeuten. Du musst diesen Weg nicht allein gehen – und du darfst dich selbst wieder wichtig nehmen.
Vielleicht spürst du diesen stillen Zweifel: Was ist los mit mir? Wieso tut das weh, obwohl ich doch geliebt werde? Solche Gedanken sind kein Zeichen von Schwäche – sie zeigen dir, dass etwas in dir gehört werden will. Und oft sind es nicht die großen Dinge, die wehtun, sondern dieses feine Gefühl, dass ihr nebeneinander lebt, aber nicht mehr wirklich miteinander. Ihr sprecht über Termine, wer den Einkauf macht – aber wann ging es zuletzt um euch?
Liebeskummer in der Beziehung fühlt sich manchmal an wie ein Raum, der früher voller Licht war – und jetzt dämmerig geworden ist. Etwas fehlt. Und vielleicht hast du dich dabei ertappt, dass du dir wünschst, wirklich gesehen zu werden. Nicht nur im Alltag. Sondern da, wo es still ist. Da, wo du echt bist. Genau da beginnt Veränderung – wenn du dich traust, wieder hinzuspüren.
In diesem Text geht es darum, warum Liebeskummer mitten in der Beziehung so weh tun kann – und was dir hilft, ihn zu verstehen, anzunehmen und behutsam zu überwinden.
Inhalt
Was ist Liebeskummer? Bedeutung, Symptome und Ursachen
Liebeskummer ist ein intensives emotionales Erleben, das vor allem bei Verlust oder Konflikten in einer Beziehung entsteht. Der Begriff umfasst Gefühle wie Kummer, Wut, Trauer und oft auch körperliche Reaktionen wie Schlafstörungen oder Appetitverlust. Es geht um ein Bedürfnis, die Verbindung zum geliebten Menschen aufrechtzuerhalten. Psychologisch gesehen spielt die Psyche eine zentrale Rolle: Unser Gehirn durchlebt Verlust ähnlich wie bei einem physischen Schmerz – fast existentiell.
Ursachen für Liebeskummer können vielfältig sein: eine Trennung, emotionale Vernachlässigung, das Scheitern der Beziehung oder eine heimliche Affäre. Häufig zeigen sich unbewusste Verhaltensmuster, durch die wir in dieser Phase sehr hilflos und depressiv reagieren. Der Konflikt zwischen Nähe und Distanz kann Traurigkeit so stark steigern, dass das tägliche Leben belastet wird – ein echtes Anzeichen dafür, dass es professionelle Hilfe zu suchen lohnt.
Kann man Liebeskummer in einer Beziehung haben?
Viele fragen sich: Liebeskummer obwohl ich in einer Beziehung bin, ist das möglich? Ja, absolut. Es geht nicht nur um das Ende einer Partnerschaft, sondern um emotionale Brüche auch mitten in einer laufenden Beziehung. Wenn Nähe fehlt, Erwartungen enttäuscht oder die Partnerin oder der Partner sich entfernt hat, kannst du starken inneren Kummer empfinden. Das fühlt sich an, als wäre man in einer Art Krise – obwohl formal noch alles intakt ist. Vielleicht fehlen euch auch gemeinsame Werte, die Halt geben – welche das sind, erfährst du hier.
Das Paradoxe daran: Du sitzt mit jemandem unter einem Dach, bist verliebt, aber innerlich fühlt es sich an, du wärst allein. Das schürt Selbstzweifel („Bin ich schuldig?“) und kann sogar depressiv machen. Paarberatung oder Paartherapie kann da helfen. Durch klärende Gespräche findet ihr heraus, ob es nur eine vorübergehende Phase ist oder ob ihr strukturelle Veränderungen im Leben braucht, um eure harmonische Verbindung wiederzufinden.
Liebeskummer trotz Beziehung – emotionale Leere und unerfüllte Liebe
In einer stabilen Partnerschaft können Momente der inneren Leere auftauchen: Trotz Nähe bleibt das Gefühl, es würde etwas Wesentliches fehlen. Vielleicht fehlt die Verbundenheit, Wertschätzung oder Vertrautheit. Der Liebeskummer kann sich manifestieren als Gefühl der Hilflosigkeit, weil du spürst, dass dein Bedürfnis nach Nähe und Liebe nicht eingelöst wird. Was passiert, wenn zentrale emotionale Bedürfnisse dauerhaft zu kurz kommen, liest du hier.
Das ist typisch bei tiefsitzenden Konflikten oder wenn sich euer Leben auseinanderentwickelt hat. Oft entsteht auch die Frage: „Will ich wirklich so langfristig weiterleben?“ Ein Gefühl, das viele nicht aussprechen – weil es sich anfühlt, als würde man den anderen hintergehen. Die Lösung: aktiv werden, offen sprechen und bei Bedarf eine Einzelberatung oder gemeinsame Paartherapie in Anspruch nehmen, um emotional wieder zueinander zu finden.
Wenn Gefühle für eine andere Person bestehen
Manchmal verliebt man sich – ungewollt! – in jemand anderen. Das kann tiefe Schmerzen auslösen, weil deine Loyalität zur aktuellen Beziehung infrage steht. Hier spricht man vom klassischen Liebeskummer in der Partnerschaft durch Außenbezug. Dieses Dilemma bringt oft eine intensive innere Wut oder Schuldgefühle mit sich. In dieser Situation fühlen sich viele innerlich zerrissen – zwischen Schuld und Sehnsucht, zwischen Vernunft und dem, was das Herz flüstert. Die Gedanken kreisen ständig um ein „Was wäre wenn?“ – oft begleitet von Angst, innerer Unruhe oder dem Gefühl, alles aufs Spiel zu setzen.
Was jetzt hilft, ist nicht sofort eine Entscheidung, sondern Klarheit. Nimm dir bewusst Zeit, um deine Gefühle zu sortieren – ohne sie zu bewerten. Schreib auf, was du fühlst. Geh eine Runde spazieren, ohne Ablenkung. Sprich mit jemandem, der dich nicht verurteilt. Du musst dich nicht rechtfertigen – nur ehrlich zu dir selbst sein.
Stell dir einfache Fragen:
Was fehlt mir gerade wirklich – Nähe, Lebendigkeit, Aufmerksamkeit?
Was wünsche ich mir – mehr Freiheit oder mehr Verbindung?
Und: Ist mein Blick auf den anderen echt – oder projiziere ich etwas hinein, das mir in meiner Beziehung fehlt?
Auch kleine Alltagsschritte helfen:
- Zeit allein verbringen, ohne Ablenkung
- Smartphone-Pause, um den Kopf zu sortieren
- Körperlich raus aus der Situation – Joggen, Tanzen, Atmen
- Eine Woche lang nichts entscheiden – nur beobachten, fühlen, aufschreiben
Es geht nicht darum, sofort zu wissen, was richtig ist. Es geht darum, bei dir zu bleiben – und nicht vor dir selbst wegzulaufen. Wer sich selbst ehrlich zuhört, findet meist auch eine klare Richtung. Ob in der Beziehung oder darüber hinaus.
Liebeskummer mit einem Kollegen – beide in fester Beziehung
Wenn plötzlich Gefühle im Raum stehen – zwischen dir und jemandem aus dem Job –, kann das alles durcheinanderbringen. Vor allem, wenn ihr beide in festen Beziehungen seid.
Was wie eine harmlose Nähe begann, wird plötzlich zur inneren Zerreißprobe: Herz gegen Kopf, Sehnsucht gegen Loyalität, Alltag gegen Verlangen. Und das Schwierige daran? Es gibt keinen echten Raum, das zu fühlen. Kein „offizielles“ Trauern. (Wenn Respekt und emotionale Sicherheit in der Beziehung fehlen, entsteht genau dieses Dilemma.)
Kein Aussprechen ohne Konsequenzen. Also schluckst du es runter. Funktionierst weiter. Und leidest im Stillen. Doch was du fühlst, ist nicht falsch. Es will dir etwas sagen.
Was du jetzt tun kannst – ohne alles zu gefährden:
- Mach dir nichts vor.
Du musst es niemandem beichten – aber dir selbst ehrlich begegnen.
Was zieht dich an? Was fehlt dir in deiner Beziehung? Ist es wirklich die Person – oder das Gefühl, wieder lebendig zu sein? - Lass das Kopfkino nicht die Kontrolle übernehmen.
Wenn du ständig Szenarien durchspielst – Stop. Raus aus dem Gedankenstrudel, rein in den Körper. Bewegung, Natur, alles, was dich ins Hier und Jetzt holt. - Setz dir klare innere Grenzen.
Du musst dich nicht schämen, aber du darfst Verantwortung übernehmen.
Vermeide gezielte Nähe, die mehr Feuer schürt. Statt zu hoffen, dass es „irgendwie vorbeigeht“, sei aktiv in deinem Umgang damit. - Sprich mit einer neutralen Vertrauensperson.
Nicht, um Rat zu bekommen – sondern um dich zu sortieren. Manchmal wird’s erst klar, wenn du es aussprichst. - Spür rein: Ist es ein Mangel oder eine echte Verbindung?
Willst du entkommen oder wirklich etwas Neues? Verwechsle nicht Bedürftigkeit mit Liebe.
So eine Situation fühlt sich an wie ein innerer Konflikt, den du am liebsten aus deinem Leben streichen würdest. Aber vielleicht ist er auch ein Spiegel. Für das, was du lange verdrängt hast. Für das, was in dir mehr Raum braucht. Du musst nichts überstürzen. Du musst nur ehrlich hinschauen.
Liebeskummer ohne Beziehung: Wie entsteht er und was tun dagegen?
Auch ohne formale Partnerschaft kann Liebeskummer auftreten – nach einem kurzen, intensiven Flirt, einer unerwiderten Verliebtheit, oder wenn jemand sich lediglich emotional geöffnet hat. Selbst ohne eine gegenwärtige Bindung kann der Trennungsschmerz genauso schmerzhaft sein. Ursachen sind oft das Fehlen der emotionalen Verbindung, Illusionen oder unerfüllte Erwartungen. Die Psyche fühlt sich verraten, obwohl keine offizielle Partnerin existiert.
Die gute Nachricht ist: Du kannst aktiv etwas dagegen tun. Kommunikation, soziale Netzwerke, kreative Ablenkung oder sogar Freundeskreis-Updates können helfen. Und wenn es zu intensiv wird, ist professionelle Hilfe zu suchen ein starkes Zeichen von Selbstfürsorge.
Wie lange dauert Liebeskummer ohne gemeinsame Vergangenheit?
Es gab vielleicht kein „offizielles Wir“, keine Beziehung mit Alltag und Fotos. Aber was du fühlst, ist echt.
Auch ohne gemeinsame Geschichte kann Liebeskummer tief schneiden – weil er weniger mit Zeit zu tun hat als mit Intensität.
Manchmal reichen wenige Momente, Blicke, Gespräche – um etwas in dir zu berühren, das lange geschlafen hat.
Das, was hätte sein können, schmerzt oft mehr als das, was wirklich war.
Und genau das macht es so schwer loszulassen: Du trauerst nicht nur um einen Menschen, sondern um eine Vorstellung, ein Gefühl, eine mögliche Version von dir selbst.
Wie lange das dauert?
Das lässt sich nicht in Wochen oder Monaten messen. Es hängt davon ab, wie ehrlich du hinschaust, wie sehr du dich wieder bei dir verankerst – und wie viel Raum du deinen Gefühlen gibst, ohne dich in ihnen zu verlieren.
Was dir jetzt helfen kann – ohne dich zu überfordern:
- Erlaube dir, traurig zu sein – auch wenn es „nichts Offizielles“ war.
- Schreib auf, was du gefühlt hast – nicht, was du dir eingeredet hast.
- Mach dir bewusst, wofür du eigentlich trauerst: Um eine Person? Oder um ein Gefühl von Lebendigkeit, Sehnsucht, gesehen werden?
- Hol dich Stück für Stück zurück – durch kleine Dinge, die dich mit dir verbinden: Natur, Stille, Musik, Bewegung.
Verurteile dich nicht für dein Tempo. Heilung ist kein Wettlauf.
Er ist bereits in einer festen Beziehung: Wie du damit umgehen kannst
Du fühlst dich hingezogen, vielleicht sogar verliebt – aber er ist bereits in einer festen Beziehung.
Das tut weh. Nicht weil du schwach bist, sondern weil da etwas in dir berührt wurde, das echt war.
Und genau darin liegt der Konflikt: Hoffnung trifft auf Realität.
Ein Teil von dir klammert sich an das „Was wäre wenn“ – während der andere längst weiß, dass es so nicht weitergehen kann.
Das ist keine einfache Phase. Und schon gar nicht eine, die man „wegmeditiert“.
Was dir jetzt helfen kann – ohne dich zu verbiegen:
- Gib dem Schmerz Raum, aber nicht die Steuerung.
- Brich bewusst mit den Routinen, die dich immer wieder in seine Nähe bringen – nicht aus Trotz, sondern aus Selbstschutz.
- Sprich mit jemandem, der dich nicht bewertet – einfach laut denken hilft oft mehr als du glaubst.
- Und ja, fang an, dich innerlich zu lösen – nicht aus Kälte, sondern aus Selbstachtung.
Du brauchst kein Drama, keine Schuldzuweisung. Nur einen klaren Moment mit dir selbst.
Du verdienst mehr als halbe Nähe. Mehr als eine heimliche Rolle im Leben eines anderen.
Und wenn du diesen Schmerz überstehst, ohne dich selbst zu verlieren – dann weißt du, was Stärke wirklich bedeutet. Nicht durchhalten. Sondern loslassen, bevor du dich selbst vergisst.
Warum tut Liebeskummer so weh? Psychologische Einblicke
Liebeskummer ist für unsere Biologie ein echter Schmerz: Studien zeigen, dass die gleichen Hirnregionen aktiv sind wie bei körperlichem Schmerz. Verlust aktiviert hormonelle Veränderungen – Adrenalin und Kortisol steigen, Oxytocin fällt. Dadurch fühlen wir uns unwohl, körperlich erschöpft und depressiv.
Zusätzlich wirken psychologische Faktoren: Verdrängung, unrealistische Erwartungen und das Bedürfnis nach Nähe führen dazu, dass Liebeskummer emotional so intensiv verläuft. Bei langjährigen Beziehungen wird der Schmerz sogar noch größer, weil Bindungsmuster tief ausgeprägt sind. Deshalb ist es oft hilfreich, kompetente Paartherapeuten oder eine Paarberatung einzubeziehen, um solche komplexen inneren Prozesse aufzuarbeiten.
Der Unterschied zwischen Liebeskummer und anderen Formen von Verlust
Im Gegensatz zum Tod eines geliebten Menschen ist Liebeskummer ein Verlust, bei dem die Person noch existiert – und oft sichtbar bleibt. Das erschwert das Loslassen – man ist in ständiger Zwickmühle zwischen Hoffnung und Realität. Trauer ist ähnlich, aber bei Liebeskummer kommt noch Scham hinzu, weil man sich oft allein fühlt mit dem Gefühl, emotional versagt zu haben.
Es mischen sich Wut, sexuelles Verlangen, Sehnsucht nach Nähe. Das alles produziert eine Art emotionales Auf und Ab, das sich vom klassischen Trauern unterscheidet und oft chaotischer ist.
Liebeskummer überwinden trotz Kontakt zum Ex-Partner
In Kontakt zu bleiben mit dem Ex kann sich richtig anfühlen – und gleichzeitig alles wieder aufreißen.
Man redet, schreibt, sieht sich vielleicht sogar noch. Und jedes Mal denkst du: Vielleicht ist da doch noch was.
Aber genau das hält dich oft fest – nicht an der Realität, sondern an der Hoffnung. Wenn du wirklich heilen willst, braucht es Klarheit. Manchmal ist Abstand keine Flucht, sondern Selbstschutz.
Kein nächtliches Schreiben, keine halben Gespräche, keine emotionale Grauzone.
Du darfst Grenzen setzen – auch wenn’s wehtut. Und falls ihr euch doch sehen müsst: Bereite dich innerlich vor. Bleib bei dir. Sag nicht, was du insgeheim hören willst – sondern was du wirklich brauchst. Du darfst loslassen, wenn es dich nicht stärkt. Nicht aus Trotz – sondern weil du es dir selbst wert bist.

Warum Loslassen so schwer fällt
Loslassen entscheidet sich nicht im Verstand, sondern im Innersten.
Es ist ein neuro-chemischer Prozess – dein Gehirn speichert Erinnerungen und verbindet sie mit Gefühlen, Gerüchen, Körperreaktionen. Du lässt nicht nur einen Menschen los, sondern auch eine ganze innere Welt. Deshalb braucht es aktive Trennungsarbeit: Rituale, Schreiben, symbolische Abschiede. Ohne diesen bewussten Prozess bleibst du oft in einem alten Muster hängen – emotional noch verbunden, obwohl der Kontakt längst vorbei ist. Oft wurzeln diese inneren Muster in frühen Bindungserfahrungen – wie du sie erkennst, erfährst du hier.
Und genau das tut weh: Du willst trauern, aber gleichzeitig hält ein Teil von dir noch fest. Dieser innere Widerspruch hält dich in der Schleife – zwischen Sehnsucht und Realität.
Was dir wirklich helfen kann:
- Verändere deine Routinen. Geh bewusst neue Wege, wörtlich und emotional. Fahr eine andere Strecke zur Arbeit. Räume die Wohnung um. Löse dich Schritt für Schritt aus den alten Verknüpfungen.
- Schreib einen Brief – den du nicht abschickst. Sag alles, was du nicht sagen konntest oder durftest. Es geht nicht darum, verstanden zu werden – sondern dich selbst zu entlasten.
- Sprich mit jemandem, der dich spiegelt – nicht beruhigt. Kein Schönreden, kein „wird schon“. Sondern echtes Gegenüber, das dich erinnert, was du brauchst – nicht, was du vermisst.
Loslassen ist kein Schwächezeichen. Es ist ein stiller Akt von Selbstachtung. Und der erste Schritt raus aus der Wiederholung – hin zu dir.
Unerfüllte Liebe – endet sie wirklich nie?
Manchmal liebst du jemanden, der dich nie wirklich zurückgeliebt hat. Oder der nicht frei war. Oder nicht den Mut hatte. Und trotzdem brennt diese Verbindung in dir weiter – nicht, weil sie real war, sondern weil sie etwas in dir berührt hat, das real war. Unerfüllte Liebe kann sich über Jahre ziehen, still im Hintergrund. Aber du bist ihr nicht ausgeliefert. Du kannst aufhören, in der Warteschleife zu leben. Nicht, indem du alles vergisst – sondern indem du es neu einordnest.
Loslassen heißt nicht: Es war nichts. Es heißt: Ich nehme es an – aber ich lasse nicht mehr zu, dass es mein Jetzt bestimmt. Wenn du aufhörst, zu klammern, kann etwas Neues entstehen. Kein Ersatz – sondern ein anderes Kapitel, eine neue Liebe. Und manchmal wird aus dem Schmerz von gestern die Klarheit für morgen.
Wie geht man mit Liebeskummer um – praktische Strategien
Damit du konkret etwas tun kannst, hier deine Toolbox:
Akzeptanz ist der erste Schritt – erkenne deinen Schmerz bewusst an, statt ihn zu verdrängen oder schönzureden. Kommunikation hilft dir dabei, nicht alles in dich hineinzufressen. Sprich offen mit deiner Partnerin, deinem Partner oder vertrauten Freundinnen. Ein Tagebuch kann ein guter Begleiter sein: Du reflektierst damit deine Gefühle und entdeckst vielleicht versteckte Bedürfnisse. Abstand ist manchmal heilsam – reduziere bewusst den Kontakt zum Ex oder zur Quelle deines Liebeskummers.
Werde aktiv: Sport, kreative Hobbys oder ehrenamtliches Engagement geben dir neue Energie und Sinn. Auch professionelle Hilfe in Form von Paartherapie, Paarberatung oder Einzelberatung kann sehr entlastend sein – besonders wenn du in der Trauer stecken bleibst. Und zuletzt: Etabliere neue Routinen, verändere deine Umgebung, triff neue Menschen – all das schafft Raum für Heilung und neue Perspektiven.
Diese Schritte erhöhen deine Chance, bald wieder ein glückliches, selbstbestimmtes Leben zu führen.
Wann hört der Liebeskummer auf – und wie man die Heilung unterstützt
Liebeskummer klingt selten von heute auf morgen ab. Meist dauert es ein paar Wochen, manchmal Monate – je nachdem, wie tief die Verbindung war und wie ehrlich du hinschaust.
Mit bewussten Strategien – wie Abstand, Klarheit und Selbstfürsorge – kannst du den Prozess aktiv unterstützen und schneller wieder bei dir ankommen.
Wenn du allerdings merkst, dass du dauerhaft in einem Tief hängst, keine Kraft mehr hast oder dunkle Gedanken auftauchen: Hol dir Hilfe. Sofort.
Du musst da nicht alleine durch. Sich Unterstützung zu holen, ist kein Zeichen von Schwäche – sondern von Klarheit und echter Selbstverantwortung.
Fazit: Liebeskummer in der Beziehung ist real und oft besonders belastend
Liebeskummer in der Beziehung trifft oft härter, als man zugeben will. Du bist noch mittendrin – und trotzdem fühlt es sich an, als wärst du längst allein. Wenn Nähe fehlt, Gespräche oberflächlich werden oder Gefühle sich verschieben, entsteht ein Schmerz, der oft tiefer geht als eine klare Trennung. Weil du bleibst – aber innerlich schon am Gehen bist. Aber nur weil es weh tut, heißt das nicht, dass du machtlos bist. Du kannst etwas tun: Klarheit schaffen, sprechen, Abstand einbauen, gut mit dir selbst umgehen.
Ob du bleibst oder gehst – beides kann Heilung bedeuten, wenn du ehrlich mit dir bleibst. Und ja: Rückschritte gehören dazu. Gefühle kommen in Wellen. Aber das heißt nicht, dass du versagst. Es heißt nur, dass du fühlst. Dein Herz verdient es, nicht nur zu kämpfen – sondern auch gehalten zu werden. Von dir selbst zuerst. Wenn du nach einer Trennung mit Unsicherheit oder Angst vor einem neuen Anfang kämpfst, könnte dir dieser Artikel weiterhelfen: Angst vor einer neuen Beziehung? Tipps für den Neustart.
Tipp: Was hilft, wieder mehr Verbindung und innere Ruhe zu finden, liest du in diesem Beitrag.
Häufig gestellte Fragen zu Liebeskummer in einer Beziehung
Wie fühlt sich Liebeskummer an?
Liebeskummer fühlt sich an wie ein tiefes Ziehen im Herzen, oft begleitet von Schlaflosigkeit, innerer Leere, Selbstzweifeln und einem unstillbaren Bedürfnis nach Nähe.
Kann man Liebeskummer in einer Beziehung haben?
Ja! Wenn Nähe fehlt, Vertrauen bröckelt oder Erwartungen enttäuscht werden, kann Liebeskummer trotz bestehender Partnerschaft entstehen.
Warum habe ich Liebeskummer, obwohl ich in einer Beziehung bin?
Meist weil emotionale Nähe fehlt, Bedürfnisse unerfüllt sind, oder Konflikte ungelöst bleiben – manchmal schürt auch eine heimliche Verliebtheit in jemand anders den Schmerz.
Kann man Liebeskummer haben ohne in einer Beziehung zu sein?
Absolut. Unerwiderte Verliebtheit, Affären oder kurze intensive Flirts können genauso stark verletzen wie das Ende einer langfristigen Beziehung.
Wann hört der Liebeskummer in einer Beziehung auf?
Das ist individuell – meist dauert es einige Wochen bis Monate. Du kannst den Heilungsprozess aktiv unterstützen durch Abstand, Austausch, Therapie und neue Routinen.
Hinweis: Die Inhalte auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Inspiration. Sie ersetzen keine medizinische, psychologische oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Behandlung und stellen kein Heilversprechen dar. Bei gesundheitlichen oder psychischen Beschwerden wende dich bitte an qualifizierte Fachpersonen.







